Fensterbau 2012: Umwelt-Produktdeklaration für ED 250 und ED 100

Drehflügeltürantriebe trotzen zuverlässig Kälte und Wind

Nürnberg. Der ED 250 von DORMA ist weiterhin der weltweit erste und einzige zugelassene Drehflügeltürantrieb, der eine bis zu 250 kg schwere Brandschutztür mit 1.400 mm Türblattbreite (Schließkraft EN 6 nach EN 1154) in der ziehenden Variante mit Gleitschiene öffnen und schließen kann.

Aktuell gibt es noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des ED 250 sowie des „kleineren Bruders“ ED 100. Beide Antriebe entsprechen offiziell der Umwelt-Produktdeklaration (EPD) nach DIN ISO 14025. Damit wird der gesamte Lebenszyklus der Drehflügeltürantriebe unter Umweltaspekten erfasst und dokumentiert. Am 21. März wurde dem Vorsitzenden der DORMA Geschäftsführung, Thomas P. Wagner, das vom Institut Bauen und Umwelt in Königswinter ausgestellte Umweltzertifikat überreicht.

In Kombination mit der Panic Hardware PHA 2500 lässt sich der elektromechanische Antrieb für zweiflügelige Türen mit der serienmäßigen Power Assist Funktion leicht von Hand öffnen. Automatisch wird dabei die Servounterstützung an die eingestellte Türschließergröße angepasst. Die Stärke der Servounterstützung ist so einstellbar, dass die Anforderungen der DIN 18040, DIN SPEC 1104, CEN/TR 15894 und BS 8300/2100 jederzeit erfüllt werden.
Mit der Power Assist Funktion werden die Anforderungen der EN 1154 erreicht und im Normalbetrieb ein barrierefreier Zugang bereitgestellt.

DORMA Drehflügeltürantriebe arbeiten nicht nur unter normalen klimatischen Bedingungen zuverlässig. Die Antriebe trotzen selbst extremer Kälte und hohen Windlasten. Dies hat zuletzt der ED 100 – der „kleine Bruder“ des ED 250 – unter Beweis gestellt. In einem nordschwedischen Eishotel wurde im letzten Winter die Tür zur Royal Deluxe Suite mit dem Antrieb ausgestattet. Er verrichtete während der gesamten Hotelsaison bei einer durchschnittlichen Umgebungstemperatur von kalten minus 8 Grad reibungslos seinen Dienst.

Anders als bei elektrohydraulischen Antrieben, bei denen sich die Hydrauliköle bei fallenden Temperaturen verdicken und dadurch die Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit sinkt, verfügen elektromechanische Drehflügeltürantriebe wie der ED 100 und ED 250 über ein Mehrstufengetriebe. Dieses funktioniert auch bei Kälte noch absolut zuverlässig, denn es werden zur Schmierung und Erhaltung der Leistungsfähigkeit nur ganz geringe Mengen Hochleistungsfett benötigt. Für eine zusätzliche Funktionsstabilität sorgt das integrierte Initial Drive Control (IDC) System, das selbst geringe Abweichungen im Fahrverhalten erkennt und ausgleicht.

Ein weiteres Detail ist die integrierte Windlastregelung beim ED 100 und ED 250. Da Starkwinde – bedingt durch den Klimawandel – immer häufiger auftreten, ist dieser Aspekt besonders wichtig. Bei Außentüren wirkt der Wind oft direkt auf das Türblatt, während Innentüren durch Druckunterschiede beeinflusst werden, die beispielsweise durch Klima- und Lüftungsanlagen oder Kamineffekte erzeugt werden. Der Druck auf die Türkonstruktion mit einem durchschnittlich 2 bis
3 Quadratmeter großen Türblatt ist dabei immens.

Elektrohydraulische Antriebe, bei denen die Energie für den Schließvorgang ausschließlich durch eine Feder bereitgestellt wird, können die Schließkraft nur entsprechend ihrer aktuellen Federeinstellung aufbringen und nicht auf die jeweilige Wetterlage und Windlast reagieren. Anders hingegen die in den beiden Antrieben integrierte Windlastregelung, die durch Einsatz der Upgrade Card „Full-Energy“ aktiviert wird.

Wie leistungsfähig die DORMA Antriebe sind, zeigte ein Versuch mit einem Antrieb im größten Windkanal Deutschlands, der von der Universität Stuttgart durchgeführt wurde. Bei dem Versuch wurde die Windgeschwindigkeit stufenweise erhöht, bis schließlich Windstärke 7 erreicht war. Nachdem die Turbine mit ihren 6,3 Metern Durchmesser die erforderliche Geschwindigkeit erreicht hatte, wurde der Luftdruck im Kanal und direkt an der vorher dort installierten Tür mit DORMA Antrieb durch Drucksensoren gemessen und die jeweilige Windgeschwindigkeit in Echtzeit errechnet. Der Antrieb von DORMA öffnete und schloss die Tür gegen den Wind zuverlässig bei mehrfacher Wiederholung. Dabei zeigten sich bei der drückenden und bei der ziehenden Variante keinerlei Unterschiede.

zurück »
Text Download
Bild Download
teaser_image